Die freie Wohlfahrtspflege ist ein Sammelbegriff für Organisationen, Verbände und Vereine, die sich um die soziale, gesundheitliche und moralische Unterstützung der Gesellschaft bemühen, um ihr Gemeinwohl zu erhalten. Dies geschieht in einer gemeinnützigen und organisierten Form.

In Deutschland gibt es die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). In ihr sind die sechs „Spitzenverbände der freien Wohlfahrtsverbände“ zusammen geschlossen. Dabei handelt es sich um:

 

  • die Arbeiterwohlfahrt (AWO)
    mit Sitz in Berlin
  • der Deutsche Caritasverband (DCV)
    mit Sitz in Freiburg im Breisgau
  • der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (Der Paritätische)
    mit Sitz in Berlin
  • das Deutsche Rote Kreuz (DRK)
    mit Sitz in Berlin
  • die Diakonie Deutschland im Evangelischen Werk für Diakonie (DW)
    und Entwicklung mit Sitz in Berlin
  • die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)
    mit Sitz in Frankfurt am Main

 

Bei ihnen handelt es sich um gemeinnützige Organisationen, die ihr Handeln beispielsweise an religiösen (Caritas, Diakonie) humanitären (Deutsche Rote Kreuz, Paritätische Wohlfahrtsverband) oder politischen Überzeugungen (Arbeiterwohlfahrt) orientieren. Diesen Spitzenverbänden gemeinsam ist, dass sie selbstlos tätig sind und in erster Linie keine eigenwirtschaftlichen Zwecke verfolgen.

Mit weit über 90 Prozent wird die Arbeit der freien Wohlfahrtsverbände aus staatlichen Mitteln finanziert. Teilweise werden aber auch pauschale Zuschüsse gewährt. Im Zuge der globalen Einsparungen des Staates verlegen sich die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege darüber hinaus auch immer mehr auf die Erwirtschaftung von Einnahmen.

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