Schlaf macht schlank – Wie die Nachtruhe beim Abnehmen hilft

01 Februar 2013

Abnehmen im Schlaf. Das sollte durchaus wörtlich verstanden werden. So zeigen eine Reihe von Studien auf, dass eine gute und erholsame Nachtruhe einen wichtigen Beitrag dazu leistet, sein Körpergewicht zu halten oder sogar ein paar Kilo abzunehmen.

Demnach neigen Langschläferinnen weniger zu Fettleibigkeit als Frauen die weniger schlafen. Laut einer Studie der Case Western Reserve University in Cleveland (Ohio) nahmen Frauen mit höchstens fünf Stunden Schlaf mit der Zeit mehr an Gewicht zu, als Frauen mit mindestens sieben Stunden Nachtruhe. Wie das britische Magazin „New Scientist“ in Ausgabe Nr. 2553 schreibt, betrug der Unterschied in zehn Jahren durchschnittlich 0,7 Kilogramm und darüber hinaus hatten die Kurzschläferinnen ein 15 Prozent höheres Risiko für Fettleibigkeit.

Anders – als vorausgegangene Studien mit ähnlicher Aussage – fand Sanjay Patel von der Universität in Cleveland (Ohio) auch heraus, dass Kurzschläferinnen zunahmen, obwohl sie weniger Kalorien verzehrten als Langschläferinnen.

Eine Studie der Universität Chicago zeigt auf, dass Langschläfer während einer Diät zwar genauso viel Kilos abnehmen wie Kurzschläfer. Doch es wurde ein gravierender Unterschied festgestellt: Wer viel schläft, verliert vorwiegend das störende Fett und derjenige der wenig schläft, verliert vor allem wichtige Muskelmasse.

Die Forscher führen das Resultat darauf zurück, dass Kurzschläfer mehr Ghrelin produzieren. Dieses Hormon ist unter anderem für die Steuerung von Hunger und Sättigung verantwortlich. Es drosselt den Energieumsatz und verhindert, dass Fettspeicher abgebaut werden.

Viele Menschen gehen davon aus, dass zum Beispiel in einer durchzechten Nacht viel Energie verbraucht wird und man dadurch schneller abnimmt. Dabei ist genau das gegenteilige der Fall. Wenig oder unregelmäßiger Schlaf ist nämlich purer Stress. Und wer dauerhaft unter Stress steht, versetzt seinen Körper in einen permanenten Alarmzustand. Dadurch geraten die normalen hormonellen Rhythmen durcheinander. Der Körper schüttet daraufhin mehr Cortisol aus. Und durch dieses Stresshormon wird die Gewichtzunahme gefördert.

Festzuhalten bleibt, dass diejenigen, die einfach nur regelmäßig sieben bis acht Stunden schlafen, nicht automatisch abnehmen, wenn sie ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten beibehalten. Aber mit ausreichendem Schlaf kann man zumindest sein Körpergewicht halten.

Möchte man aber hingegen Gewicht verlieren, dann spielen eine verringerte Kalorienzufuhr, eine ausreichende Bewegung als auch ein ausgiebiger und erholsamer Schlaf eine zentrale Rolle. Wer abnehmen möchte, sollte sich daher mehr Zeit für seine Nachtruhe nehmen. Im Übrigen verbrennt der Körper auch während des Schlafs Energie: rund 70 Kilokalorien pro Stunde.

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