Kleine Tricks helfen Senioren bei der richtigen Einnahme von Medikamenten

01 März 2014

Pixabay medicine 2994788 1920In Deutschland nimmt jeder dritte Rentner vier oder mehr verschiedene rezeptpflichtige Medikamente ein. Viele ältere Menschen haben oft Probleme bei der richtigen Einnahme von Medikamenten. Häufig haben Senioren Sehprobleme, Schwierigkeiten beim Öffnen von Medikamentenpackungen oder vergessen einfach die rechtzeitige Einnahme der Arznei.

 

Auftretende Sehprobleme

können lebensgefährlich sein, insbesondere dann, wenn es zu Verwechslungen von Medikamenten kommt. Daher sollten ältere Patienten ähnlich aussehende Flaschen und Dosen mit farbigem Klebeband oder gut tastbaren Aufklebern aus Sandpapier oder Filz markieren. Gut geeignet ist hierfür doppelseitiges Klebeband und es sollte darauf geachtet werden, um Verwechslungsgefahr auszuschließen, dass für jedes Medikament stets derselbe Aufkleber verwendet wird.

Auch zum Dosieren von Tropfen gibt es einen Trick. Wer nicht gut sieht, sollte diese statt auf einem Löffel in einen leeren Joghurtbecher fallen lassen. Die Tropfen machen beim Aufkommen am Becherboden ein Geräusch und lassen sich so besser abzählen. Hilfreich kann es auch sein, wenn bereits der Apotheker die Einreißkerben der Verpackungen kennzeichnet.

Darüber hinaus können internetaffine Senioren unter www.patienteninfo-service.de einen besonderen Service in Anspruch nehmen. Unter dieser Adresse kann man sich den häufig zu klein beschriebenen Beipackzettel vorlesen lassen.

 

Schwierigkeiten bei der Öffnung von Medikamentenverpackungen

Wer aufgrund von kraftlosen Händen oder schmerzenden Fingern die Tabletten nicht aus der Verpackung nehmen oder ein Fläschchen nicht öffnen kann, sollte dies seinem Apotheker mitteilen. Er kann Hilfsmittel anbieten oder auch die Flaschen mit Kindersicherung bereits öffnen.

 

Vergesslichkeit

Falls man die rechtzeitige Einnahme immer wieder vergisst, kann man sich einen Merkzettel an wichtige Stellen im Haushalt legen oder kleben: an den Spiegel im Bad oder Flur, an den Kühlschrank oder auf den Nachttisch. Wenn Arzneien in ganz bestimmten Zeitabständen eingenommen werden müssen, kann man einen Wecker stellen oder im Handy die Erinnerungsfunktion aktivieren. Letztere bietet sogar die Möglichkeit, dass man sich zu verschiedenen Uhrzeiten an die rechtzeitige Einnahme unterschiedlicher Medikamente erinnern lassen kann und dies sogar täglich.

Wenn mehrere Medikamente eingenommen werden müssen, kann auch eine Medikamentenkarte oder eine spezielle Medikamentendose hilfreich sein.

 

Bei Schluckproblemen

kann es hilfreich sein, wenn feste Arzneiformen mit einem breiigen Lebensmittel eingenommen werden. Apfelmus eignet sich hier besser als Joghurt oder Quark, da Milchprodukte die Wirkung der Arzneimittel beeinflussen können. Hilft dieser Trick nicht weiter, sollte man mit seinem Arzt oder Apotheker sprechen. Vielleicht können diese auch Alternativen wie Tropfen, Brausetabletten oder einen Arzneisaft anbieten.

 

Auf jeden Fall sollten sich Senioren in ihrer Apotheke die richtige Anwendung ihrer Medikamente zeigen lassen.

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