Krankenversicherung im Alter: Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungen

01 Juli 2010

In Deutschland gibt es zwei Krankenversicherungssysteme, nämlich die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Die meisten Bürger sind gesetzlich krankenversichert, was an den Zugangsvoraussetzungen zur privaten Krankenversicherung liegt. Ein Versicherungswechsel ist nur möglich, sofern Beruf, Einkommen und Gesundheitszustand dies gestatten.

Diejenigen, die theoretisch in die private Krankenversicherung wechseln können, haben die Qual der Wahl. Oft fällt es ihnen nicht leicht, sich zu entscheiden – immerhin bringen beide Seiten ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Diese machen sich vor allem im Alter deutlich bemerkbar und sollten nicht unterschätzt werden. Es folgt eine Übersicht der einzelnen Vor- und Nachteile.

 

Gesetzliche Krankenversicherung: Preiswert aber wenig Leistung

Oft wird der privaten Krankenversicherung nachgesagt, sie sei besonders preiswert. Allerdings darf der Kostenvorteil nicht unterschätzt werden. Gerade im Alter kann es passieren, dass die Beiträge deutlich anziehen, sodass die gesetzliche Krankenversicherung zu einer niedrigeren finanziellen Belastung führt. Sofern nicht gerade der Höchstsatz entrichtet werden muss, kann der Schutz einer Krankenkasse daher sehr attraktiv sein.

Bei den Leistungen kann sich die gesetzliche Absicherung jedoch nicht behaupten. Der Leistungskatalog ist überschaubar und Experten rechnen damit, dass die Leistungen im Rahmen der nächsten Gesundheitsreformen weiter gekürzt werden. Zumal von den Ärzten nicht einmal die Leistungen erbracht werden, die abgesichert sind. Viele Arztpraxen reizen die ihnen zur Verfügung stehenden Budgets zu schnell aus und müssen daher Patienten abblocken. Schon bei Kleinigkeiten kann es passieren, dass sich Ärzte weigern, Rezepte auszustellen.

Ein weiteres Thema sind die Wartezeiten bei Fachärzten. Wer zum Beispiel einen Termin beim Rheumatologen erhalten möchte, muss sich oft mehrere Monate lang gedulden. Solche Wartezeiträume können für Patienten sehr unangenehm sein.

 

Private Krankenversicherung: Oft teurer aber auch besser

Anders sieht es in der privaten Krankenversicherung aus. Dort ist es um die Leistungen deutlich besser bestellt, sofern ein guter Tarif gewählt wurde. Rezepte werden von den Ärzten sofort ausgestellt und weil Privatpraxen zugänglich sind, lassen sich auch etliche Fachärzte relativ zeitnah besuchen. Die Lebensqualität wird aufgrund des gebotenen Versicherungsschutzes maßgeblich erhöht.

Mit welchen Kosten der Versicherungsschutz zu Buche schlägt, hängt ebenfalls von der Tarifwahl ab. Einige Ruheständler bereuen es, sich für die private Absicherung entschieden zu haben, da hohe Beiträge fällig werden. Andererseits lässt sich der Kostendruck verringern, indem im Vorfeld eine gezielte Tarifwahl erfolgt, in deren Rahmen nicht nur die Leistungen, sondern auch die Beitragsstabilität berücksichtigt werden.

 

Dieser Beitrag wurde uns von Aecura.de zur Verfügung gestellt.

Zurück