Trekking - Auch für Senioren bestens geeignet

01 Juni 2014

Pixabay wanderer 455338 1920Derzeit erlebt der Wandersport einen wahren Boom. Immer mehr Menschen nehmen es mit kleinen und großen Bergen auf. Nicht zuletzt, um bei einer Bergtour Erholung und Entspannung zu finden, nehmen vor allem Senioren an dieser beliebten Freizeitgestaltung teil.

So sind im Deutschen Alpenverein (DAV) die Gruppen der 60 bis 70jährigen sowie der 40 bis 50jährigen immer noch am stärksten vertreten. Während rund 7 Millionen Deutsche regelmäßig wandern, wandern rund 34 Millionen Menschen gelegentlich. Seit Jahren liegt Seniorenwandern voll im Trend und immer mehr rüstige Senioren steigen zu immer neuen Gipfeln auf.

Damit diese Freizeitgestaltung auch mit Freude betrieben werden kann, sollten beim Wandern im Alter einige Tipps beachtet werden. Denn gerade in den Bergen sollten die Aktiven fit und gesund sein.

 

Gesundheitliche Vorteile für Senioren

Sportliche Betätigung ist gut für Leib und Seele. Sowohl junge Leute als auch aktive Senioren stärken mit Bewegung ihr Immunsystem und bringen ihren Kreislauf in Schwung. Durch die Bewegung wird das Herz-Kreislauf-System besser durchblutet, was dazu führt, dass der Körper mit mehr Sauerstoff und mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Ablagerungen in Blutgefäßen und Blutbahnen haben schlechtere Chancen sich festzusetzen. Das Risiko von Gefäßkrankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Arteriosklerose lassen sich ebenso mindern, wie die Entstehung von Bluthochdruck.

Daneben profitieren von der Bewegung an der frischen Luft besonders die Muskeln und Gelenke. Der Körper produziert bei Bewegungsbelastung mehr Gelenkflüssigkeit, welche einen reibungsloseren Bewegungsablauf begünstigt und die Gefahr von Altersarthrose verringert.

Und von der Bewegung an der frischen Luft profitiert auch Geist & Seele. Während Stresshormone im Körper schneller abgebaut werden und sich somit positiv auf das körperliche Wohlbefinden auswirken, lässt die Stille der Natur den Körper beim Wandern in Einklang kommen.

 

Was ist Trekking?

Hierbei handelt es sich um das Zurücklegen größerer Strecken zu Fuß. Während Wandern meist nur kürzere Distanzen oder Tagesausflüge umfasst, geht es beim Trekking darum, mehrere Tage unterwegs zu sein. Dieses erleben der Natur kann die Teilnehmer auch in dünn besiedelte oder unerschlossene Gebiete führen. Sofern man beim Gehen keine Beschwerden hat, ist diese professionelle Form des Wanderns auch für Senioren bestens geeignet. Allerdings kann Trekking auch Verzicht auf alltäglichen Komfort bedeuten und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man während des Naturerlebens mit relativ wenig Zubehör auskommen muss. Übernachtet wird entweder im Zelt oder im besten Fall in der Alpenregion in Hütten (Hüttenwandern).

 

Die richtige Ausrüstung

Für 100% Spaß beim Wandern benötigt man vor allem die richtige Ausrüstung. Diese sollte an das jeweilige Klima angepasst sein. Neben einer geeigneten Bekleidung gehören dazu auch, Rucksack, Zelt, Schlafsack, Isomatte und allerlei hilfreiche Gegenstände.

 

Wanderschuhe

Die Wanderschuhe sollten auf ihren Einsatzbereich abgestimmt sein. Dabei verleihen höhere Wanderschuhe besseren Halt, im Vergleich zu flach geschnittenen Schuhen. Stabile Wanderschuhe mit griffiger Sohle sind für Wanderungen auf unwegsamen Gelände fernab von befestigten Straßen und Wegen Pflicht. Das Material sollte auf jeden Fall wetterfest sein. Was die Größe betrifft sollten sie mindestens eine Daumenbreite Platz haben. Nur so ist gewährleistet, dass man beim bergab laufen vorne nicht anstößt. Die beste Tageszeit für den Kauf der Wanderschuhe ist gegen Abend. Wichtig ist auch, dass die Schuhe vor einer Tour bereits ein paar Mal benutzt wurden.

 

Wandersocken

Gute Wandersocken sind auf jeden Fall ein Muss. Sie verhindern nicht nur die Bildung von schmerzhaften Blasen sondern erhöhen erheblich den Tragekomfort in den Wanderschuhen.

 

Wanderbekleidung

Hier empfiehlt sich das sogenannte „Zwiebelprinzip“, wobei mehre atmungsaktive Schichten übereinander getragen werden können und so die Funktionalität sicherstellen. Auf jeden Fall sollte die ausgewählte Bekleidung wind- und wasserfest sein. Im Idealfall ist die Kleidung strapazierfähig und multifunktional.

Zu den unverzichtbaren Textilien gehört so gut wie immer eine passende Outdoor-Jacke. Die Jacke muss nicht nur Wind und Regen abweisen, sondern auch atmungsaktiv sein. Eine hochwertige Verarbeitung garantiert eine ausgiebige Nutzung und eine Vielzahl an Taschen erweist sich als praktisch. Gleiches gilt im Grunde auch für die Hose, welche höchsten Ansprüchen gerecht werden muss. Eine gute Trekkinghose muss allen Witterungsbedingungen standhalten und vor niedrigen Temperaturen schützen. Da das Wetter schnell umschlagen kann, gehört auch ein wärmender, atmungsaktiver Pullover in jeden gut gepackten Wanderrucksack.

 

Wanderrucksack

Der Rucksack darf natürlich kein Schwergewicht sein. Was die Größe betrifft, sollte dieser mit der geplanten Länge der Wandertour abgestimmt sind. Auf keinen Fall darf der Rucksack ein Schwergewicht sein. Wichtig ist, dass man leichte Gegenstände nach unten und schwere Gegenstände in den oberen Bereich packt. Um die Schultern zu entlasten, sollte ein Wanderrucksack zusätzlich an der Hüfte gegurtet werden können. Empfehlenswert ist auch, dass man seinen Wanderrucksack mitsamt Füllung auf einer Probewanderung zuvor testet.

 

Wanderstock

Ebenfalls ratsam ist ein Wanderstock oder das Wandern mit Stöcken. Dadurch werden die Gelenke, Lendenwirbel und die Hüfte entlastet.  Wie beim Walken, sollten sie die richtige Länge haben. Der Winkel zwischen Ober- und Unterarm sollte bei am Körper anliegendem Arm 90 Grad betragen.

 

Auf Trittfehler achten

Auch wer fit und gut ausgerüstet ist, sollte beim Wandern darauf achten, dass Reaktions- und Trittsicherheit mit dem Alter nachlassen. Bei der Tourenplanung sollten gut ausgeschilderte Wanderwege gewählt werden.

 

Die Vorbereitung

Laut Sportwissenschaftlern stellt der späte Einstieg ins Seniorenwandern kein Problem dar. Die Ziele sollten allerdings nicht zu ehrgeizig gesteckt werden. Gerade wenn es ins Gebirge geht, sollten Senioren sich gut vorbereiten. Das kann beispielsweise durch längere Wanderungen, unterstützendes walken oder Fahrradfahren geschehen. Auch das eigene Treppenhaus bietet ein gutes Trainingsprogramm.

 

Der Gesundheitscheck

Wer zum ersten Mal eine solche Tour plant, sollte sich bei seinem Hausarzt vorab einem Gesundheitscheck unterziehen. Dabei sollten auch die Gelenke nicht vergessen werden. Gibt der Arzt das Okay, steht dem Naturerlebnis nichts mehr im Wege.

Das Begehen von Bergen und Tälern bietet ein beeindruckendes Panorama. Inmitten der Natur, umgeben von Wiesen, Wäldern und Stille finden viele aktive Senioren ihre ganz persönliche Erfüllung. Beginnen sollte man mit leichteren Touren, deren Steigungen nicht allzu anstrengend sind.

 

Fehler vermeiden

Folgende Fehler sollten beim Wandern unbedingt vermieden werden:

  • Selbstüberschätzung
  • zu schwerer Rucksack
  • falsche Verpflegung
  • sich ohne Karte auf den Weg machen

 

Werden diese Tipps beachtet, kann diese aktive Freizeitgestaltung mit viel Freude betrieben werden.

 

 

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