Nur nicht stürzen! - Stürze sind für Senioren größtes Unfallrisiko

21 Februar 2016

Für Senioren stellen Stürze das mit Abstand höchste Unfallrisiko dar. Allein im Jahr 2010 starben bundesweit mehr als 5.600 Personen der über 65-Jährigen an den Folgen eines Sturzunfalles. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Anstieg mehr als zehn Prozent. Und die Tendenz ist steigend!

Mit einem Anteil von rund 60 Prozent war das weibliche Geschlecht betroffen. Das wundert nicht, da Senioreninnen meist bis ins hohe Alter die Hausarbeit allein erledigen. Dies spiegelt sich somit auch in den Unfallzahlen wider.

Noch fehlen in Deutschland exakte Zahlen zur Häufigkeit von Stürzen. Schätzungen gehen davon aus, dass ein Drittel der über 65-Jähigen sowie die Hälfte der 80-Jährigen mindestens einmal jährlich stürzt. Schätzungsweise kommt es zu rund 5 Millionen Stürze älterer Personen pro Jahr.

Etwa zehn Prozent der Stürze verursachen Behandlungsbedürftige Verletzungen. Rund fünf Prozent führen zu Knochenbrüchen und ein bis zwei Prozent zu Hüftfrakturen. An den Folgen eines Oberschenkelhalsbruches verstirbt jeder vierte Patient innerhalb eines Jahres. Und nur ein Drittel der betroffenen Senioren erreicht nach einem Sturz wieder das frühere Niveau an Beweglichkeit. Beinahe 20 Prozent der Betroffenen werden hingegen auf Dauer pflegebedürftig.

So wundert es nicht, dass fast 40 Prozent der älteren Menschen Ängste vor weiteren Stürzen entwickeln.

In Deutschland steigt der Anteil älterer Personen seit Jahren kontinuierlich. Allein dadurch wird der Sturz als Unfallart zukünftig stetig an Bedeutung gewinnen, zumal die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Stürzen nicht unerheblich sind.

Sturzprophylaxe wird daher einen wesentlichen Beitrag leisten, individuelle und soziale Belastungen zu vermindern und vor allem Lebensqualität, Selbstständigkeit und Mobilität im Alter zu verbessern.

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