Heuschnupfen Allergie - Die ersten Pollen sind schon unterwegs

01 März 2017

Fotolia 82457382 MKaum werden die Tage wieder länger, beginnt für viele Pollenallergiker die weniger schöne Zeit des Jahres. Die Augen tränen und jucken, die Nase läuft. Wer derzeit mit diesen Problemen zu kämpfen hat leidet möglicherweise an Heuschnupfen – wie bereits rund dreizehn Millionen Menschen hierzulande. Pollenallergie, in der Fachsprache auch Pollinosis genannt wird durch Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräuter ausgelöst.

Angesichts des milden Winters und der für diese Jahreszeit recht milden Temperaturen beginnt die Heuschnupfen-Zeit auch in diesem Jahr deutlich früher. Bereits ab Januar war die Luft bereits mit den ersten Hasel- und Erlenpollen belastet. Jetzt, in ihrer Hauptblühphase, machen sie vielen Menschen zu schaffen. Im Februar gesellen sich dann noch die Pollen der Esche dazu. Und auf die Birkenpollen, die ab März fliegen, reagieren besonders viele Menschen allergisch.

Damit steht der größte Übeltäter gerade in den Startlöchern. Mittlerweile ist die Pollenbelastung durch die Birke auf Platz eins vor den Gräsern. Da sie fast überall wachsen kann, ist dies keine große Überraschung. Zudem explodiert die Birke geradezu, denn innerhalb weniger Tage wird ein Maximum an Blütenpollen freigesetzt.

Für viele Heuschnupfengeplagte beginnt ein oft monatelanges Martyrium. Neben juckenden Augen, einem starken Niesreiz und einer ständig triefenden Nase kann sich der Heuschnupfen auch in Form von Atembeschwerden, Husten, Kopfschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu Haut- oder Magen-Darm-Problemen äußern.

Hinter den Symptomen vermuten viele erst einmal eine Erkältung oder tun den Heuschnupfen als Bagatelle ab. Davor ist aber zu warnen, denn unbehandelt kann Heuschnupfen zu allergischem Asthma führen. Denn wenn die entzündete Nasenschleimhaut nicht mehr als Filter und Luftbefeuchter funktioniert, gelangt die Atemluft mit den Pollen ungereinigt in die Bronchien. Dort lösen die Pollen eine Überempfindlichkeitsreaktion aus und als Folge treten Hustenanfälle auf oder im schlimmsten Fall kommt es sogar zur Atemnot.

Daher sollten Betroffene die auftretenden Beschwerden nicht einfach ignorieren, sondern vielmehr frühzeitig Hilfe bei einem Allergologen suchen. Dieser kann mithilfe eines sogenannten Pricktests feststellen, auf welche Pollen der Körper überreagiert und eine entsprechende Behandlung einleiten.

Als Therapie kommen Antihistaminika zur Symptombehandlung infrage oder eine Desensibilisierung, bei der der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird. Den meisten Heimgesuchten helfen bereits rezeptfreie Arzneimittel. So lassen sich durch antiallergische Präparate akute Beschwerden deutlich lindern. Zudem empfiehlt sich die Benutzung einer Nasendusche. Durch das Spülen mit einer salzhaltigen Lösung wird der Blütenstaub aus der Nase transportiert, so dass sich die Nasenschleimhaut hierdurch erholen kann.

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