Wandern: Raus aus dem Alltag - rein in die Natur

11 Juni 2017

Pixabay boots 3699719 1920Die beliebteste Outdoor-Aktivität der Deutschen ist das Wandern. Wen wundert‘s? Bringt doch keine andere sportliche Betätigung Körper und Seele so schön in Einklang. Und der Frühsommer ist der beste Zeitpunkt, um damit loszulegen.

Immer mehr Menschen nehmen es mit „kleinen“ und „großen“ Bergen auf, um bei einer Bergtour Erholung und Entspannung zu finden. Traditionell sind Senioren begeisterte Wanderer. Doch inzwischen entdecken immer mehr junge Menschen die Faszination dieser ursprünglichen Fortbewegung. Im Grünen unterwegs sein entspannt und macht glücklich und zudem gibt es dabei viele Dinge zu entdecken. Das unbeschwerte Laufen durch eine spannende Landschaft mit anschließendem Picknick in der freien Natur oder Einkehren in einer urigen Hütte macht richtig Spaß.

 

Und das Beste: Es ist sagenhaft gesund

Durch die Bewegung in der freien Natur wird nicht nur der Stoffwechsel angeregt, sondern auch Muskeln, Knochen, Sehnen und Gelenke werden gestärkt. Bei Bewegungsbelastung produziert der Körper mehr Gelenkflüssigkeit. Diese begünstigt einen reibungslosen Bewegungsablauf und verringert die Gefahr von Altersarthrose. Zudem powert es auch die Immunabwehr. Unser ganzer Organismus profitiert davon. Besonders gut ist es für das Herz-Kreislauf-System. Durch die Bewegung schlägt das Herz regelmäßiger und pumpt mehr sauerstoffhaltiges Blut durch den Körper. Dadurch verbessert sich die Fließeigenschaft des Blutes und so wird der Entstehung von Blutgerinnseln vorgebeugt. Gleichsam wird der Blutdruck positiv beeinflusst und der Cholesterinspiegel gesenkt. Ablagerungen in Blutgefäßen und Blutbahnen haben schlechtere Chancen sich festzusetzen. Dadurch lässt sich das Risiko von Gefäßkrankheiten, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose ebenso mindern.

Und ganz nebenbei purzeln die Pfunde. Denn beim Gehen über Stock und Stein verbrennt der Körper ordentlich Kalorien. Pro Stunde sind es zwischen 300 bis 500 - je nach Schwierigkeitsgrad. Bei einer fünfstündigen Wanderung verbrennen somit zwischen 1.500 bis 2.500 Kalorien. Und wenn die anschließende Brotzeit nicht zu üppig ausfällt, bleiben am nächsten Tag schon ein bis zwei Pfund auf der Strecke.

 

Wandern macht den Kopf frei

Darüber hinaus tut Wandern auch der Seele gut. Ruhige Bewegung in der freien Natur beruhigt und Stresshormone werden im Körper schneller abgebaut. Beim Wandern durch eine schöne Landschaft wird der Kopf frei, trübe Gedanken verflüchtigen sich im Nu und gute Laune macht sich breit. Die Stille der Natur lässt den Körper beim Wandern in Einklang kommen und dies wiederum wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. So fühlen sich nach der Wanderung 90 Prozent der Wanderer fitter, 80 Prozent deutlich zufriedener und 50 Prozent körperlich fitter.

 

Tipps für gesundes Wandern

Beim Wandern kommt es auf das richtige Tempo an. Man darf dabei ruhig ins Schwitzen kommen. Sollte sich aber mit seinem Wanderpartner problemlos unterhalten können. Wer außer Atem kommt sollte sein Tempo zurücknehmen. Der Puls sollte 180 Schläge pro Minute minus Lebensalter nicht wesentlich überschreiten.

Zudem kommt es auf die richtige Strecke an. Zum Einstieg sollte man kürzere Strecken mit weniger Höhenunterschied wählen. Keineswegs sollte man sich überschätzen. Als Anhaltspunkt für die Dauer einer Wanderung gilt, dass man bei ruhigem Wandertempo pro Stunde circa vier Kilometer zurücklegt.

Außerdem sollte man genug Trinken und daher ausreichend Flüssigkeit mitnehmen. Bei einer Halbtageswanderung sollte man mindestens einen Liter Wasser, Früchte- oder Kräutertee oder Saftschorle dabei haben.

Ferner sollte man auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Neben einer Sonnencreme schützt ein Sonnenhut vor direkter Sonneneinstrahlung. Und wenn es im Sommer zu heiß wird, empfehlen sich Wanderstrecken mit längeren Passagen die im Schatten liegen, wie zum Beispiel im Wald. Auch lange Kleidung kann vor zu viele Sonne und auch vor den unliebsamen Zecken schützen.

Inzwischen häufen sich Berichte von Wanderern, die bei ihren Gebirgstouren von Zecken gestochen wurden. Gingen Forscher bislang davon aus, das Zecken nur bis zu einer Höhe von circa 700 bis 800 Meter über dem Meeresspiegel vorkommen, vermehren sich inzwischen Hinweise, dass Zecken vermehrt auch in höheren Lagen leben. Neue Zeckenpopulationen sind erstaunlich überlebensfähig und konnten im Kanton Bern (Schweiz) bereits bis in einer Höhe von 1.500 Metern beobachtet werden.

Zecken übertragen gefährliche Krankheiten, wie beispielsweise Hirnhautentzündung und Borreliose. Während man sich gegen Hirnhautentzündung impfen lassen kann hilft bei Borreliose nur, den Kontakt zu Zecken möglichst zu vermeiden. Daher sollte man lange, helle Kleidung tragen und nach der Wanderung seinen Körper sorgsam nach Zecken absuchen. Bildet sich nach einem Zeckenbiss ein runder Kreis um die Bissstelle sollte man sich von einem Arzt auf Borreliose untersuchen lassen. Wichtig: Der Kreis kann auch noch nach Wohnen und Monate nach dem Biss auftreten.

Und zu guter Letzt sollte man ein kleines Erste-Hilfe-Set, bestehend aus Verbandsmaterial, Desinfektionsmitteln, (Blasen)Pflastern, Mückensalbe, Schere und Pinzette, mit sich tragen. Nicht vergessen werden dürfen wichtige Medikamente, wie zum Beispiel Asthmaspray.

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