Sport und Bewegung hilft gegen Osteoporose

01 August 2016

Fotolia 19418130 MDass Sport und Bewegung gesund sind ist allgemein bekannt. Ebenso, dass sich der menschliche Körper seinen körperlichen Belastungen individuell anpasst. Über Bewegung kann man Muskulatur aufbauen und über die Belastung die Knochen stärken. Denn bei jeder Bewegung üben die Muskeln einen Reiz auf die Knochen aus, wodurch der Knochenaufbau aktiviert wird. Durch diese Beanspruchung nehmen die Muskel- und Knochenmasse zu.

Hingegen kommt es ohne Training zum Abbau von Muskel- und Knochenmasse. Um aber eine gute Körperhaltung zu ermöglichen, das Gleichgewicht und die Beweglichkeit zu verbessern sind kräftige Muskeln wichtig. Vor allem im Alter sind daher das Training der Muskeln und die Belastung der Knochen wichtig.

Um fit zu bleiben müssen die Muskeln trainiert werden und damit die Knochen keine Substanz abbauen benötigen sie das Training über die Belastung. Sowohl Muskeln, als auch Knochen sind Organe, die sich bis ins hohe Alter trainieren lassen. Und als positiver Nebeneffekt verhelfen Sport und Bewegung einem zu neuem Schwung und Vitalität.

Doch nicht jede Art der Bewegung hat dieselbe Auswirkung auf die Knochen. Damit die Zellen im Knochen aktiviert werden muss der Knochen einer relativ intensiven Belastung ausgesetzt werden. Um die Knochensubstanz auf- bzw. umzubauen ist ein ständiger Wechsel von Zug und Druck der Muskulatur auf den Knochen notwendig.

Zu einer der besten Trainingsmethoden in der Behandlung von Osteoporose zählt das Krafttraining. Ergänzend hierzu sollte ein Koordinationstraining durchgeführt werden. Hierdurch lässt sich sowohl die Gleichgewichtsfähigkeit als auch das Reaktionsvermögen verbessern. Das Gleichgewicht lässt sich etwa mit dem Stehen auf einem Bein oder auf einem instabilen Untergrund trainieren.

Geeignete Sportarten für Osteoporose-Patienten sind Tanzen, Schwimmen, Wandern, Nordic Walking und Skilanglauf. Gut für die Beweglichkeit und die Koordination sind Yoga, Pilates oder Tai Chi. Bedingt geeignet sind hingegen Radfahren, Reiten, Ski Alpin und Tischtennis und nicht geeignet sind Fußball, Handball, Squash, Tennis und Kampfsportarten.

Generell gilt bei der Therapie von Osteoporose, dass jede Bewegung zählt. Um einen guten Effekt zu erzielen, ist es ratsam mindestens dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten aktiv zu sein - täglich wäre optimal!

Umgangssprachlich wird Osteoporose auch als Knochenschwund bezeichnet. Im Großen und Ganzen handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der viel Knochenmasse abgebaut wird. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität und als Folge treten starke Schmerzen auf. Zudem besteht eine erhöhte Gefahr für Knochenbrüche.

Neben der genetischen Veranlagung, dem Geschlecht und dem Alter zählen neben einem Bewegungsmangel, aber auch eine ungesunde Ernährung, ein Kalzium- und Vitamin-D-Mangel, übermäßiger Alkoholkonsum und das Rauchen zu den Risikofaktoren.

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