Gesund durch die warme Jahreszeit - Sommergrippe ade!

11 Juli 2016

Fotolia 76604935 MHerbst und Winter gelten als Jahreszeiten für Erkältungen. Allerdings zu Unrecht, denn auch in der warmen Jahreszeit kann man sich leicht einen Infekt einfangen. Auf dem ersten Blick scheinen Schnupfen und Erkältung im Sommer ein Widerspruch zu sein. Doch die sogenannte Sommergrippe plagt jetzt wieder viele Deutsche.

 

Entstehung der Sommergrippe

Meistens wird eine Sommergrippe vom Patienten mitverschuldet. Unsere typischen Verhaltensweisen während des Sommers machen es den Krankheitserregern besonders leicht. Stundenlanges Planschen im Pool, eiskalte Getränke, kühle Abende im Biergarten, wechselhaftes Wetter und überraschende Regenschauer schwächen unser Immunsystem, und unsere Schleimhäute werden zudem durch Zugluft und der trockenen Luft von Klimaanlagen ausgetrocknet und verlieren somit ihre Schutzfunktion gegenüber den Viren. Wer nun obendrein zu wenig trinkt, sich einseitig ernährt und kaum bewegt, den ereilt die Sommergrippe.

 

Grippe ist nicht gleich Grippe

Mit dem berüchtigten Grippevirus hat die Sommergrippe nichts zu tun. Zwar macht sich eine Sommergrippe mit ähnlichen Symptomen wie bei einer gewöhnlichen grippalen Infektion, die sich viele Menschen in der kalten Jahreszeit einfangen, bemerkbar. So fängt sie meist mit einem Kratzen im Hals an, gefolgt von einer triefenden Nase, allgemeiner Abgeschlagenheit, aber auch Kopf- und Gliederschmerzen sind kein Einzelfall. Jedoch hat die Virusinfektion nicht mit dem berüchtigten Grippevirus zu tun. Schließlich wird die Sommergrippe von anderen Erregern hervorgerufen als ein grippaler Infekt im Winter oder die klassische Grippe.

In den Sommermonaten verursachen vor allem Echo-, Coxsackie- und Enteroviren eine Sommergrippe, während in den Wintermonaten vor allem Corona- oder Rhinoviren für einen grippalen Infekt verantwortlich sind. Die wirkliche Grippe hingegen ist viel schwerer als eine normale Erkältung ausgeprägt und wird von Influenza-Viren verursacht. Während eine richtige Grippe lebensbedrohlich werden kann, ist eine Sommergrippe längst nicht so gefährlich. Im Gegensatz zu einer echten Grippe ist sie eine einfache, durch Viren ausgelöste Erkältung.

 

Bestenfalls vorbeugen

Währenddessen sich die Viren der Sommergrippe von höheren Temperaturen kaum beeindruckt zeigen, mögen die Grippe-Viren kein sommerliches Klima. Deshalb peinigen sie ihre Besitzer eher im Herbst und im Winter. Aber die gute Nachricht lautet: Man kann der Sommergrippe vorbeugen!

So simpel es klingt, aber regelmäßig die Hände mit fließendem, lauwarmem Wasser und Seife für mindestens 30 Sekunden lang waschen, bringt schon viel. Obendrein sollte man die Hände vom Gesicht und damit von den anfälligen Schleimhäuten fernhalten. Darüber hinaus kann eine ausgewogene sowie vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, als auch ein moderates Sportprogramm unser Immunsystem stärken. Besonders wichtig sind Vitamin C und Zink, denn sie mobilisieren die Abwehrkräfte. Außerdem sollte man täglich zwischen zwei bis drei Litern trinken. Am besten eignen sich Wasser, Kräutertees und Fruchtsaftschorle. Diese sollten aber keines falls zu kalt sein und aus dem Kühlschrank kommen.

Sonnenhungrige sollten zudem auf ausgiebiges Sonnenbaden verzichten, denn für unseren Körper bedeutet dies purer Stress. Und Stress schwächt nun mal das Immunsystem. Damit man nicht gleich zu Beginn seines wohlverdienten Sommerurlaubs das Bett hüten muss, sollte man vor Urlaubsbeginn seinen Stresspegel auf einem vernünftigen Level halten. Oftmals müssen vor Urlaubsbeginn noch viele Dinge erledigt werden und somit fährt das Immunsystem auf Hochtouren. Doch wenn man am Urlaubsort gekommen ist, baut sich der Stress ab. Damit aber auch die Abwehrkräfte und das bedeutet für die Viren „freie Bahn“.

Zudem verlocken die warmen Temperaturen oftmals dazu, die Klimaanlage zu kalt einzustellen. Die Differenz zur Außentemperatur sollte aber maximal fünf Grad betragen. Andernfalls droht sehr schnell eine Erkältung.

 

Mit den richtigen Hausmitteln gegen die Sommergrippe

Und falls einen die Sommergrippe doch erwischt hat, helfen simple Hausmittel:

  • Salz-Haushalt ausgleichen
    Durch starkes Schwitzen verliert der Körper sogenannte Elektrolyte. Für den gesunden Ausgleich sorgt beispielsweise eine gut gewürzte Hühnerbrühe. Frisch zubereitet hilft sie gegen Erkältungsinfekte.

  • Atemwege befreien
    Eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung wirkt wahre Wunder. Aber auch Inhalationen mit Kamille, Pfefferminze oder Eukalyptus wirken abschwellend und helfen bei Husten und verstopfter Nase. Mit Hilfe dieser ätherischen Öle wird man den lästigen Schleim los und kann wieder besser durchatmen. Bei Halsentzündungen wirkt Ingwertee und Salbei besonders beruhigend. Letzteres entweder als Bonbon zum Lutschen, als Tee oder zum Gurgeln. Zudem lindern Kräutertees und auch Getränke wie heiße Zitrone die Beschwerden.

  • Temperatur senken
    Im Normalfall sind klassische Wadenwickel empfehlenswert. Bei hohem Fieber darf es aber auch ein fiebersenkendes Mittel sein.

  • Bett hüten
    In den meisten Fällen hilft dem angeschlagenen Immunsystem, um schnell wieder fit zu werden, viel Schlaf und ausreichend Ruhe.

  • Auszeit nehmen
    Sofern die Sommergrippe überstanden ist, sollte man nicht gleich wieder Bäume ausreißen. Vielmehr sollte man es langsam angehen lassen. Denn Lunge oder Herz könnten in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Zurück