So wird die Haut fit für den Winter

01 Januar 2020

Pixabay massage therapy 1612308 1920Mit Einbruch der kalten Jahreszeit wird die Haut oft strapaziert. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen. Während es außerhalb des Hauses oftmals kalt und eisig ist, herrscht daheim eine trockene und warme Heizungsluft. Hierdurch wird der Haut Feuchtigkeit entzogen, sie produziert weniger Fett und trocknet aus. Die Konsequenz: Trockene Gesichtshaut, aufgesprungene Lippen und raue Hände.

 

Warum ist die Haut im Winter besonders gestresst?

Üblicherweise gibt die Haut aus Millionen von Talgdrüsen einen schützenden Fettfilm ab, dem sogenannten Hydrolipidfilm. Dieser Hydrolipidfilm besteht aus Wasser (hydro) und Fett (lipos). Mit fallenden Temperaturen wird der Talg immer starrer und kann sich dadurch nicht mehr über die Haut verteilen. Gleichzeitig verdunstet das Wasser auf der Hautoberfläche schneller, wodurch sie letztendlich austrocknet. Dieser Vorgang wird zudem durch die trockene Heizungsluft verstärkt, da diese der Haut obendrein Feuchtigkeit entzieht.

Hiervon sind besonders Lippen und Hände betroffen. Also Regionen, auf denen sowieso nur wenige Talgdrüsen vorhanden sind. Da wir aber in der kalten Jahreszeit Angst vor der Ansteckung mit Grippeviren haben und uns schon aus diesem Grund häufiger die Hände waschen ist der ohnehin dünne Schutzfilm einer noch stärkeren Belastung ausgesetzt.

Hinzu gesellt sich aber noch ein weiterer Effekt: Um die Wärme im Körperinneren zu halten, ziehen sich die Blutgefäße bei Kälte unter der Haut zusammen. Infolgedessen wird die Haut schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffe versorgt. Mit anderen Worten: Ihr Stoffwechsel wird auf Sparflamme heruntergefahren.

Wird die Talgproduktion massiv eingeschränkt, wird die Hautoberfläche immer dünner und der Säureschutzmantel vermag der Haut keinen ausreichenden Schutz vor dem Eindringen von Bakterien zu bieten.

 

Was ist bei der Hautpflege in den Wintermonaten zu beachten?

Grundsätzlich sollte die Haut nicht noch zusätzliche Fette verlieren. Als Faustregel gilt: Je trockener die Haut ist, desto fettreicher soll die Creme sein. Von normalen Seifen und Gesichtswasser mit Alkohol oder Peelings ist generell abzuraten, weil sie der Haut noch mehr Feuchtigkeit entziehen und den Säuremantel für einige Stunden ausschalten. Währenddessen können sich Viren, Bakterien und Pilze auf der Haut vermehren und zu Hautinfektionen, Ekzemen oder schlechten Körpergeruch führen.

Zudem sollte man nicht zu lange und zu heiß duschen. Ferner sollte man besser Duschöle anstatt Seifen verwenden, denn Duschöle pflegen die Haut, während Seifen die Lipide aus der Haut spülen. Sie sind aber für den Selbstschutz der Oberhaut verantwortlich. Ebenfalls sollte man auf lange, heiße Vollbäder verzichten, da hierdurch die Haut noch mehr gestresst wird.

 

Cremes die im Winter helfen

Während der kalten Jahreszeit benötigt die Haut eine intensivere Pflege. Um ihr etwas Gutes zu tun, sollte man sie vorbeugend verwöhnen und schützen und nicht warten, bis sie sich selbst beschwert. Um die Widerstandskraft der Haut zu stärken und ihre Schutzbarriere zu fördern sind Fett und Feuchtigkeit angesagt. Zum Einsatz kommen sollten daher fettreiche Cremes oder Hautöle. Verzichten sollte man hingegen auf Cremes mit dem Zusatz „Aqua“ und auch auf Cremes, die Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe oder Emulgatoren enthalten.

Für die Gesichtsreinigung hilft eine sanfte Reinigungsmilch. Durch die Verwendung von Cremes die Urea (Harnstoff) oder Ceramiden enthalten schützen den Teint nicht nur vor dem Austrocknen sondern führen ihm auch Feuchtigkeit hinzu. Nach der Reinigung sollte man den Körper mit einer Lotion eincremen. Besonders pflegend wirken unraffinierte Sheabutter, Kokos-, Nuss- und andere Naturfette sowie Fruchtöle. Als günstige Alternative bietet sich Vaseline an.

Gute Cremes findet man bereits für wenige Euro. Vorsicht ist hingegen bei billigen, synthetisch hergestellten Pflegeprodukten geboten.

 

Wie oft und in welcher Menge sollten Cremes auftragen werden?

Prinzipiell gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Während eine gesunde Haut nicht unbedingt eingecremt werden muss, sollte man bei einer trockenen Haut schon eine Creme zur Unterstützung benutzen. Da aber nicht alle Hautpartien hiervon gleichermaßen betroffen sind, sollten die entsprechenden Stellen nach individuellen Bedarf behandelt werden.

 

Welche Rolle spielt eine ausgewogene Ernährung?

Eindeutige Antwort: Eine sehr wichtige. Denn eine ausgewogene Ernährung sorgt für eine starke Darmflora und ein starkes Immunsystem. Dadurch wird die Haut robuster und weniger anfällig für Infektionen. Viele ungesättigte Fettsäuren und vitaminreiches Gemüse unterstützen die körpereigenen Lipide der Haut. Darüber hinaus gilt: Viel trinken! Denn nur eine Haut die mit reichlich Wasser versorgt wird, trocknet nicht so schnell aus.

 

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