Wie Taxi-Kunden das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus minimieren können

01 Juni 2020

Pixabay taxi 3371151 1920Durch die Corona-Pandemie ist die Mobilität vieler Menschen eingeschränkt. Wer nicht raus muss oder aufgrund häuslicher Isolation nicht darf, benötigt kein Taxi. Aber was machen Personen mit chronischen Beschwerden oder sonstigen Einschränkungen, die kein Auto haben und die öffentlichen Verkehrsmittel aktuell nicht nutzen mögen? Sie rufen sich ein Taxi. Wir zeigen, wie sich Kunden am besten verhalten, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus so gering wie möglich zu halten.

 

Taxi-Knigge in Corona-Zeiten für Kunden

Muss man einen Arzttermin wahrnehmen, sollte man schon bei der Bestellung eines Taxis in der Taxizentrale und später nochmals beim Fahrer darauf hinweisen, dass kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht. Vor Antritt der Fahrt sollte man sich gründlich die Hände waschen. Um größtmöglichen Abstand zum Fahrer zu halten sollte man hinten rechts ins Taxi einsteigen und nicht wie bisher auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Ferner sollten Fahrer und Fahrgast während der Fahrt einen Mund-Nasen-Schutz tragen und möglichst schweigen. Während der Fahrt sollte man sich nicht ins Gesicht fassen und so wenig wie möglich anfassen. Benutzt man Taschentücher oder Einmalhandschuhe sind diese nach der Fahrt außerhalb des Fahrzeuges zu entsorgen. Die Entrichtung des Fahrpreises sollte nach Möglichkeit bargeldlos via EC- oder Kreditkarte erfolgen. Wem das nicht möglich ist, sollte auf eine Münzrückgabe lieber verzichten und ein höheres Trinkgeld geben. Nach der Fahrt sollte man sich zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Hände gründlich waschen. Ist dies nicht so schnell möglich, sollte man zum Desinfektionsmittel greifen.

 

Was Taxi-Unternehmen tun

Damit Taxi-Unternehmen ihre Kunden auch in Zeiten der Corona-Pandemie sicher befördern können, werden die Fahrzeuge öfter und intensiver gereinigt. Dies geschieht beispielsweise indem geeignete Mittel im Innenraum vernebelt werden. Die Fahrt kann nach einer kurzen Einwirkzeit mit anschließender kurzer Auslüftung des Wagens wieder fortgesetzt werden.

Eine weitere Alternative besteht in der professionellen Trockeneis-Anwendung. Hierbei werden menschliche Spuren mit minus 80 Grad Celsius kaltem Kohlendioxid bis ins letzte Detail gereinigt. Dabei erfolgt die Reinigung umweltfreundlich, bis in die kleinste Ritze, ohne Wasser und ohne aggressive – gesundheitsbedenklicher – Chemie. Nach einer solchen Reinigung ist das Fahrzeug zwar nicht klinisch steril, kann aber wohl als porentief rein bezeichnet werden.

Eine solche Prozedur dauert rund 15 Minuten und schlägt mit rund 30 EUR zu Buche. Daher ist es auch in Zeiten von Corona nicht möglich, das Fahrzeuge nach jeder Fahrt aufbereitet werden. Anstatt dessen werden die potentiell betroffenen Innen-Oberflächen mit hautfreundlichen Desinfektionstüchern zwischendurch desinfiziert.

 

Wie die Bundesregierung Taxi-Unternehmen unterstützt

Damit Fahrer und Fahrgast besser geschützt werden, fördert der Staat mit einem am 19. Mai gestarteten Programm den Einbau von Trennschutzeinrichtungen in Taxis mit vier Millionen Euro, die bei Bedarf auf zusätzlich 500.000 EUR aufgestockt werden können. Pro Taxi stehen hierfür maximal 400 EUR bis Ende August 2020 zur Verfügung und jedes Taxi-Unternehmen darf nun maximal 30 Fahrzeuge mit Trennvorrichtungen ausstatten.

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