Riskante Arzneimittel für Senioren

01 August 2010

Fotolia 66767521 MÄltere Menschen unterliegen dem natürlichen Verlauf, dass Kräfte nachlassen und vermehrt Beschwerden und Erkrankungen auftreten.

Unter vielen Medizinern und Wissenschaftlern herrscht schon seit längerem die These, dass für einen auftretenden Schwindel oder gar einen Sturz eine Medikamentenüberversorgung ebenso verantwortlich sein kann, als auch die Inhaltsstoffe eines Medikamentes. Gerade bei älteren Menschen stehen oft wahre Pillencocktails auf der Tagesordnung.

Forscher der Universität Witten-Herdecke haben erstmals eine Liste der für ältere Patienten problematischen Arzneimittel veröffentlicht. Die Priscus-Liste soll für eine bessere Aufklärung sorgen. Die Aufzählung soll Ärzten und Apotheker helfen, Senioren vor Komplikationen zu schützen.

Nicht alle Medikamente, die jungen Menschen helfen, sind auch für Ältere geeignet. Einerseits reagiert der ältere Körper anders auf ein Medikament. So werden Arzneimittel im Alter meist langsamer abgebaut und wirken daher oft stärker. Andererseits nehmen viele ältere Menschen unterschiedliche Präparate gegen verschiedene Erkrankungen ein. Dadurch sind Senioren besonders durch Wechsel- und Nebenwirkungen gefährdet.

Die Priscus-Liste soll nun mehr Sicherheit bieten. In den USA gibt es schon seit längerer Zeit eine solche Liste. Eindeutige Erkenntnisse konnten gesammelt werden, über die Zusammenhänge zwischen Schwindel, Stürzen und viele weitere Folgen der überdosierten Einnahme von Arzneien.

Erfreulicherweise kann nun auch hierzulande für ein Mehr an Aufklärung gesorgt werden. Die Liste umfasst 83 Wirkstoffe, die für Senioren zu riskanten Nebenwirkungen führen können, darunter diverse Schmerzmittel.

Unter www.priscus.net kann die Liste kostenlos herunter geladen werden.

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