Mobilität im Alter - Der Tipp für Autofahrer

01 Mai 2010

Eine große Rolle für die Mobilität nimmt im Alter das Autofahren ein. So lange alle Sinne mitspielen, ist dieser Wunsch auch durchaus nachvollziehbar.

Gerade der Verlust der Mobilität wird als eine der bedeutendsten Gefahren des Alterns wahrgenommen. Die Folgen der altersbedingten Gebrechlichkeit werden im Leben eines Menschen als die letzte Station vor dem Einsetzen der Pflegebedürftigkeit wahrgenommen, also der Abhängigkeit von der Hilfe und Unterstützung anderer. Daher gilt es, mit allen verfügbaren Mitteln die Altersmobilität zu erhalten.

Eine große Rolle für die Mobilität nimmt im Alter das Autofahren ein. So lange alle Sinne mitspielen, ist dieser Wunsch auch durchaus nachvollziehbar. Wer jedoch gesundheitliche Beeinträchtigungen erfährt, sollte rechtzeitig mit einem Arzt sprechen und sich einer Untersuchung unterziehen.

In aller Regel gleichen ältere Autofahrer ihre nachlassende Fitness mit langjährigen Erfahrungen im Straßenverkehr aus. Meist fahren sie langsamer, vorausschauender und vermeiden so gefährliche Situationen. Die Aufgeregtheit anderen Verkehrsteilnehmer, ihr hupen und drängeln erschüttert sie nicht mehr. So zeigen auch Studien auf, dass selbst Hochbetagte noch fit genug sind, um am Straßenverkehr teilzunehmen.

Jedoch nehmen mit zunehmendem Alter die gesundheitlichen Beschwerden zu. Oftmals kommt es zur nachlassenden Beweglichkeit sowie einer geringeren Seh- und Hörfähigkeit. Bei manchen Menschen treten diese Faktoren früher ein, bei anderen treten sie erst später auf.

Auf jeden Fall sollte derjenige seine Fahrtüchtigkeit von einem Arzt prüfen lassen, der an einer gefährlichen Augenkrankheit wie Makuladegeneration (Gelber Fleck), Grauem oder Grünen Start leidet.

Ebenso verhält es sich, wenn die Hörfähigkeit nachlässt. Denn mit zunehmendem Alter nimmt das räumliche Hören ab. So können ältere Menschen nicht mit Bestimmtheit sagen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Nicht selten setzt auch einsetzende Schwerhörigkeit ein. Da sich diese mit einem Hörgerät ausgleichen lässt, sollten ältere Autofahrer auch regelmäßig ihr Gehör untersuchen lassen und gegebenenfalls auf ein Hörgerät zurückgreifen.

Besonders heikel wird jedoch das Thema, wenn Ältere Medikamente einnehmen und sich dennoch an das Steuer setzen. Viele Medikamente haben Nebenwirkungen, die die Aufmerksamkeit erheblich beeinträchtigen können. Daher sollte bereits bei der Verordnung eines Arzneimittels mit dem Arzt über eine eventuell mögliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit gesprochen werden. Da viele ältere Personen oft mehrere Arzneimittel einnehmen müssen, sollte bei dem leisesten Verdacht der Beeinträchtigung das Auto besser stehen gelassen werden.

Ältere Menschen sollten auf jeden Fall bedenken das auch medizinische Hilfen ihre Grenzen haben.

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