Betrüger zocken Nutzer im Internet ab

15 Januar 2012

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät allen Internetnutzern, die Internetverbindung ihres Computers zu überprüfen. Denn diese könnte von Betrügern manipuliert worden sein.

Betroffen ist das sogenannte DNS, das Domain Name System. Dieser Dienst setzt die eingegebenen URL's, also Internetadressen in IP-Adressen um. Die Betrüger sollen die Netzwerkkonfigurationen von PC's und Mac's durch den Eintrag neuer DNS-Server manipuliert haben. Bei einer Infektion mit der Schadsoftware "DNS-Changer" führt eine Eingabe in den Browser zwar zur gewünschten Seite, allerdings wurde er - für den Nutzer nicht merkbar - zwischendurch auf die Server der Internetkriminellen geführt. Vermutlich konnten diese dann auf private Daten der Nutzer zugreifen oder es wurden beispielsweise Spam oder Viren verbreitet.

Inzwischen hat die US-Bundespolizei FBI die wahrscheinlichen Urheber der Schadsoftware längst festgenommen und die Server, die die Daten ausgelesen haben, vom Netz genommen. Doch die Schadsoftware befindet sich noch immer auf vielen Rechnern.

Daher ist ab sofort die Überprüfung der eigenen Internetverbindung mit Hilfe der Website www.dns-ok.de möglich. Der Selbsttest meldet mir rotem oder grünem Signal, ob der Rechner befallen ist. Sollte ein Rechner infiziert sein, erhält der Nutzer Hinweise, wie er die Schadsoftware entfernen kann. Die Website wird von der Deutschen Telekom, dem BSI und dem Bundeskriminalamt zur Verfügung gestellt.

Sollte ein Computer betroffen sein, so können die Betroffenen beispielsweise die unter www.botfrei.de bereitgestellten Programme wie den DE-Cleaner zur Reinigung des Rechners nutzen. Das Anti-Botnet-Beratungszentrum ist ein Service von eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. mit Unterstützung des BSI.

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