Bundesland Niedersachsen
Höhe 55 m ü NHN
Fläche 204,14 km²
Einwohner 535.061   (2017)
Bevölkerungsdichte 2.621 Einwohner je km²

 

Wohnen und Leben in Hannover

pixabay hannover neue rathaus 4144269 1920Hannover ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort und mit ihrem weltgrößten Messegelände zählt die Stadt an der Leime und Ihme zu einer der führendenden europäischen Messe- und Kongressstädte. Die Hauptstadt des Landes Niedersachsens, die über den Mittellandkanal mit mehreren Häfen an das Binnenschifffahrtsnetz angebunden ist, ist Standort von elf Hochschulen und mehreren Bibliotheken. Der Goldene Brief und der Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz, die zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehören, werden in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek aufbewahrt.

Eine weltweite Rarität ist der Bogenaufzug im Neuen Rathaus, mit dem man auf die Aussichtsplattform in der Kuppel gelangt. Der wilhelminische, schlossähnliche Prachtbaus wurde 1913 eröffnet und liegt zwischen Altstadt und Maschpark und gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Es liegt zugleich am Start- und Zielpunkt des 4,2 Kilometer langen Roten Fadens (aufgemalte Linie auf dem Straßenpflaster), welcher zu den 36 wichtigsten Sehenswürdigkeiten zur Geschichte und Architektur in der Innenstadt führt.

Denn Hannover hat so Einiges zu bieten. Während die Innenstadt von Nachkriegsbauten dominiert wird verfügen viele Stadtviertel über einen beachtlichen Altbaubestand. Im Zentrum der Altstadt befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute gotische Marktkirche mit dem Marktplatz und dem Marktbrunnen. In direkter Nachbarschaft zur Marktkirche befinden sich das Broyhanhaus, das Hanns-Lilje-Haus und das Georg-von-Cölln-Haus. Die Kreuzkirche im Kreuzkirchenviertel ist im Besitz eines wertvollen Altargemäldes von Lucas Cranach der Ältere. Das älteste Fachwerkhaus von 1564/1566 ist in der Burgstraße 12 zu finden. Der in den Jahren 1649 bis 1664 errichtete Ballhof war lange der größte Veranstaltungssaal der Stadt. Heute ist er einer der Spielstätten des Niedersächsischen Staatstheaters. Am Holzmarkt mit seinem Oskar-Winter-Brunnen stehen das Nolte-Haus und die rekonstruierte Fassade des Leibnizhauses, welches im Krieg zerstört wurde. Am Historischen Museum steht der letzte der mittelalterlichen Stadtverteidigungstürme – der Beginenturm (14. Jh.).

Von der Altstadt gelangt man über die Martin-Neuffer-Brücke in die Calenberger Neustadt. Hier befinden sich zahlreiche repräsentative Sandsteinbauten und Kirchen, wie die barocke Neustädter Kirche mit der Leibniz Grabstätte und die Basilika St. Clemens. Hier ist auch das Niedersächsische Hauptstaatsarchiv zu finden. Nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in einigen Stadtteilen trifft man auf klassizistische Bauten des Baumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves. Zu seinen größten Bauten in der Landeshauptstadt zählen das Opernhaus, die Waterloosäule, das Wangenheimpalais und das Laveshaus. Das Leineschloss, am Rande der Altstadt und heutiger Sitz des Niedersächsischen Landtages und früher die Residenz der Könige, wurde von ihm umgebaut und erweitert. Zu den weiteren Bauten von Laves gehören die Villa Rosa, das Gartenhaus der Kammerfrau von Beckedorf als auch verschiedene Brücken.

Das Kulturangebot mit zahlreichen und teilweisen renommierten Theatern und Museen gilt als vielfältig. Jedes Jahr finden unzählige internationale Theater-, Musik- und Tanzfestivals statt. Darüber hinaus hat in Hannover Kunst im öffentlichen Raum eine lange Tradition. Mehr als 200 Skulpturen, Plastiken und Installationen sind im Stadtraum platziert. Daneben kommen aber auch Streetart- & Graffiti-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Sei es in der Nordstadt, in Linden, in List oder der Oststadt.

Daneben laden Hannovers Stadtteile aber auch zum Stöbern und Bummeln in vielen kleinen Boutiquen und Geschäften ein. Exklusive Geschäfte und die bunte Welt der großen Kaufhäuser findet man am Kröpcke – Hannovers zentralster Platz und nach dem Pächter des traditionsreichsten Cafés am Platze benannt. Hier findet man auch Deutschlands beliebteste Fußgängerzone, die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. In den malerischen Gassen der Altstadt, rund um den Marktplatz, finden sich neben Cafés, Restaurant auch kleine, aber feine Geschäfte. Die traditionsreiche Markthalle, gegenüber dem Alten Rathaus, zieht mit ihrem großen Angebot an Köstlichkeiten Genießer an.

Zur hannoverschen Küche gehören das Hannoversche Zungenragout, der Calenberger Pfannenschlag, die Boullionwurst und das Gersterbrot, eine Brotspezialität. Hannover hat aber auch eine lange Brautradition. Zu den süßen Spezialitäten gehören Kalter Hund und Hitjepuppen. Schlemmen und genießen kann man die vielen kulinarischen Köstlichkeiten in über 800 gastronomischen Betrieben. Aber auch das Nachtleben kommt nicht zu kurz. Ob am Steintorviertel, am Raschplatz, in den Szene- und Studentenviertel Linden und Nordstadt oder in der Altstadt. Überall findet man Clubs, Diskotheken, Bars, Kneipen und Pubs.

Die grüne Großstadt ist aber auch aufgrund ihrer vielen innerstädtischen Grünanlagen bekannt. Gilt sie nicht zuletzt als grünste Großstadt Deutschlands. Zu den bekanntesten Parks der Stadt gehören die Herrenhäuser Gärten. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem der Maschpark, der Stadtpark, der Hermann-Löns-Park, die Eilenriede als größter Stadtwald und grüne Lunge der Stadt. Daneben gibt es aber noch weitere Stadtwälder und stadtnahe Erholungsgebiete in den Grünanlagen entlang der Uferpromenaden von Leine, Ihme und des Mittellandkanals entlang. Überregional bekannt sind auch der Erlebnis-Zoo und der Maschsee. Hier findet auch jedes Jahr das größte Seefest Deutschlands statt. Ebenso findet in Hannover das jährlich größte Schützenfest der Welt statt.

 

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