Senioren-Handy: Einfch nur telefonieren

11 August 2016

Pixabay iphone 410324 1920Unterwegs erreichbar sein – das möchten ältere Leute genauso wie junge. Doch wenn eines Tages die Augen, das Gehör oder die Motorik nachlassen, können konventionelle Handys zur Herausforderung werden.

Fritz ist unzufrieden. Für viel Geld hat er sich ein teures Mobiltelefon geleistet, welches ihm von seinem Sohn empfohlen wurde. Eines mit dem man Fotos machen kann, Musik hören und falls man möchte auch ins Internet gehen kann. Schnickschnack, die Fritz nicht braucht und haben möchte. Eigentlich wollte der 78-Jährige nur telefonieren und im Notfall schnell Hilfe rufen können. Aber genau das kann er jetzt nicht, weil das neue Handy für ihn viel zu kompliziert ist.

So geht es vielen älteren Menschen. Die meisten von ihnen möchten einfach nur telefonieren, erreichbar sein, so beim Nachmittagsspaziergang oder einfach nur Hilfe rufen wenn unterwegs die Beine schwach werden oder der Rücken schmerzt.

 

Worauf sollte beim Handy-Kauf geachtet werden?

Zunächst sollten ältere Menschen sich vor dem Kauf Gedanken machen, auf welche Funktionen sie Wert legen und auf welche sie verzichten können. Wer mit seinem Mobiltelefon primär telefonieren und Kurznachrichten (SMS) versenden möchte, sollte darauf achten, dass diese Funktionen schnell zu erreichen und bequem zu handhaben sind. Besonderes Augenmerk sollten die zukünftigen Nutzer auf die Tastatur und das Display legen.

Einfache Bedienbarkeit, ein gut lesbares Display und große Tasten das sind die Mindestanforderungen die das Handy erfüllen sollte. Bei älteren Menschen kommt es nicht wie bei den jungen Leuten auf die beste Kamera oder die längste Akkulaufzeit an.

 

Wodurch zeichnet sich ein gutes Senioren-Handy aus?

Das Handy sollte nicht zu klein sein, gut in der Hand liegen, so stark vibrieren, dass man es spürt und so laut klingeln, dass man es auch hört. Damit die Zahlen und Texte gut lesbar und auch bei Sonneneinwirkung noch zu erkennen sind, sollte das Display kontraststark und gut beleuchtet sein. Hilfreich sind große Tasten mit einem spürbaren Druckpunkt. Denn das erleichtert das Wählen und Schreiben von Kurznachrichten.

Besonders wichtig ist das Vorhandensein einer Notruftaste. Durch Bedienung des roten Knopfes lassen sich voreingestellte Rufnummern automatisch per Anruf oder SMS alarmieren. Wird der Notrufknopf gedrückt, rufen sie nacheinander eine Reihe vorprogrammierter Rufnummern so lange an, bis ein Helfer erreicht wird. Ferner gibt es einige Handys die bereits mit einem Hörgerät zusammenarbeiten. Zu guter Letzt sollten sowohl die Menüführung, als auch die Bedienungsanleitung verständlich sein.

 

Wo sollte man das Handy kaufen?

Fündig werden kann man im Internet und in den Elektro- und Verbrauchermärkten. In letzteren kaufen ältere Personen lieber. Dort hat man persönlichen Kontakt und man kann sich von einem Fachverkäufer beraten lassen, der einem Rede und Antwort auf Fragen liefert. Keineswegs sollte man falsche Scham haben und alle Fragen stellen, die einen so beschäftigen und dabei beherzigen, dass es keine falsche Fragen, sondern nur falsche Antworten gibt.

Auf jeden Fall sollte man solange nach einem Mobiltelefon Ausschau halten, bis man das für sich passende Handy gefunden hat. Ratsam ist es verschiedene Handys anzufassen und auszuprobieren. Denn nur so lässt sich das richtige Handy finden.

Das geht auch bei seriösen Online-Bestellungen im Internet. Denn innerhalb von zwei Wochen lassen sich die Mobiltelefone wieder zurücksenden.

 

Was sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden?

Zuerst sollte der Gesprächsbedarf geklärt werden. Also die Frage, wie viele Minuten man mit dem Mobiltelefon monatlich telefonieren möchte. Ob man auch SMS versenden oder mit dem Handy auch mal ins Internet gehen möchte. Ferner in welchem Netz Verwandte, Freunde und Bekannte telefonieren.

 

Prepaid oder Flatrate?

Wer weniger als eine Stunde monatlich mit dem Handy telefonieren, aber stets erreichbar sein möchte, gilt als Wenig-Telefonierer. Für ihn ist eine Telefonkarte nicht schlecht. Auf den Prepaid-Karten lässt sich Guthaben speichern, welches sich abtelefonieren lässt. Die Tarife sind meist günstig.

Wer hingegen häufiger das Mobiltelefon nutzen und auch Kurznachrichten verschicken möchte, sollte einen Laufzeitvertrag abschließen. Nur wer dauerhaft viel mit dem Handy telefoniert und auch regelmäßig im Internet surft, sollte eine Flatrate-Vertrag abschließen.

 

Wer richtet das neue Handy ein?

Letztlich bleibt nur die Frage zu beantworten, wer das neue Mobiltelefon einrichtet. Karte einlegen, Nummern speichern. Manches ist nicht ganz einfach. Daher werden in vielen Städten inzwischen spezielle Handy-Kurse für Neueinsteiger, aber auch für Fortgeschrittene, ältere Menschen angeboten. Doch oftmals geht es auch einfacher: Einfach mal die Enkelkinder fragen, sie helfen einem meistens sehr gerne weiter.

 

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