Schmerzmittel erhöhen Infarktgefahr

01 Februar 2011

Fotolia 66767521 MMediziner vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern kommen nach einer Analyse von 31 klinischen Studien mit Daten von mehr als 116.000 Patienten zu dem Schluss, dass die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln die Gefahr, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, deutlich steigert.

Zu den 7 untersuchten handelsüblichen Medikamenten gehörten Celecoxib, Diclofenac, Etoricoxib, Ibuprofen, Lumiracoxib, Naproxen und Rofecoxib.

Der Studie zufolge bergen die Schmerzmittel Diclofenac und Etoricoxib die höchsten Risiken für einen Herz- oder Hirninfarkt. Nach Angaben der Forscher sei bei diesen Medikamenten die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um das Vierfache erhöht. Ibuprofen erhöhe das Infarktrisiko um mehr als das Dreifache und bei Rofecoxib würde sich die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall verdoppeln. Der Analyse zufolge, geht die geringste Infarktgefahr von Naproxen aus. Dieser Wirkstoff kann jedoch erhebliche Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich hervorrufen.

Die Forscher warnen daher vor den Risiken und raten zur Zurückhaltung bei der Einnahme dieser Schmerzmittel.

Diese Resultate sind in der Wissenschaft nicht unerwartet gewesen. Auch in früheren Untersuchungen aus anderen Ländern war bereits ein erhöhtes Risiko für einen Herz- oder Hirninfarkt beobachtet worden. Die Ergebnisse dieser und anderer Analysen sind daher durchaus ernst zu nehmen.

 

Mehr Informationen

Zurück